Markenprodukt?

Am 23. März 2012 wurden die alten Fenster an unserem Haus ausgetauscht und durch die neuen ersetzt. An insgesamt neun davon haben wir zusätzlich jeweils einen Vorbaurollladen montieren lassen. Diese sind allesamt mit elektrisch betriebenen Rollladenmotoren ausgestattet.

Wir hatten uns damals bewusst nicht für das günstigste Angebot entschieden und darauf gesetzt, dass sich der Mehrpreis auch in der Nutzungsdauer bemerkbar machen würde.

Leider war dem nicht so…

Den genauen Tag können wir nicht mehr bestimmen, aber spätestens zum 12.12.2014 ließ sich der Rollladen an der Terrassentür nicht mehr bewegen: Der Rollladenmotor verweigerte seinen Dienst!

Im Rahmen der Fassadenarbeiten haben wir uns nun diesem Problem angenommen…

Der Rollladenmotor stammt von einem Markenhersteller, der sich selbst als „Marktführer auf dem Gebiet Antriebs- und Steuerungstechnik“ bezeichnet.

Defekter Rollladenmotor

Ausgebauter und defekter Rollladenmotor

Da ist es umso ärgerlicher, dass ein solches Produkt gerade knapp über die Gewährleistungspflicht hinaus seinen Dienst verrichtet und danach kläglich versagt, so dass ein teurer Austausch notwendig wird.

Da klingt das Versprechen des Herstellers hinsichtlich der Langlebigkeit „Jeder Antrieb ist auf tausende Auf- und Ab-Zyklen ausgelegt“ nicht wirklich überzeugend.

Kurz gerechnet:

23.3.2012 bis 12.12.2014 sind 994 Tage.

Abends den Rollladen runter, morgens rauf.

Nun stellt sich die Frage, was unter einem Auf- und Ab-Zyklus zu verstehen ist: Einmal Auf und Ab oder ist ein Zyklus einmal Auf oder Ab?

Egal, sind wir großzügig und berechnen Auf und Ab jeweils als eigenen Zyklus. Macht folglich nach Adam Riese rund 2.000 Zyklen. Unter tausenden von Auf- und Ab-Zyklen verstehen wir eigentlich etwas mehr als nur 2.000…

(Ach ja: Eingezogen sind wir erst zum 5.12.2012, vorher wurden die Rollläden gar nicht bewegt. Würde also nach obiger Rechnung 737 Tage oder rund 1.500 Zyklen bedeuten… Im Ergebnis also noch schlechter!)*

Bleibt die Überlegung, ob wir nochmals einen Motor des Herstellers verbauen, in der Hoffnung, dass er länger als sein Vorgänger seinen Dienst verrichten wird oder ob wir nicht auf ein Billigprodukt ausweichen und sich unser Ärger in Grenzen hält, wenn dieses das Zeitliche segnet…

Oder hatten wir einfach nur ein Produkt aus der Montagsproduktion?

Ein gleichwertiger Motor des Herstellers würde uns zwischen 120,- und 150,- Euro kosten. Ein Billigprodukt gerade einmal 50,- Euro.

Wie sind Eure Erfahrungen? Rollladenmotor vom Markenhersteller oder Billigprodukt aus dem Internet bzw. ein Rollladenmotor aus dem Baumarkt um die Ecke? Wie lautet Eure Empfehlung? Wie zufrieden seid Ihr damit?

* Wenn unter einem Zyklus eine Auf- und Abbewegung zu verstehen ist, dann sähe das Ergebnis mit gerade einmal 1.000 (bzw. 750) Zyklen sogar noch wesentlich bescheidener aus…

One comment

  1. Ich würde trotz allem den Hersteller kontaktieren.
    Sowas geht gar nicht.
    Wer einen guten Namen zu verteidigen hat, zeigt sich in solchen Fällen kulant.
    Anfragen kostet nix.

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