Wand mit OSB-Platten verkleiden II

Wir haben die Arbeiten an unserer Wandverkleidung fortgesetzt.

Zunächst haben wir die Unterkonstruktion erstellt.

Das sieht auf dem nachfolgenden Bild alles recht chaotisch aus. Man muss aber beachten, dass an der Stelle sämtliche Netzwerk- und Koxialkabel zusammenlaufen. Zumindest die Koaxialkabel waren alle noch mit Überlänge, so dass dort einiges an Kabelgewirr vorzufinden war.

Unterkonstruktion

Unterkonstruktion

Mit viel Geduld (ich hasse F-Stecker!!) konnte alles an den richtigen Stellen befestigt werden, so dass die Ecke nach etlichem Gefummel wesentlich ordentlicher aussah.

Wand mit OSB-Verkleidung

Wand mit OSB-Verkleidung

Rechts erkennt man den Hausanschluss für Wasser. Dort mussten die OSB-Platten allesamt zugeschnitten werden. Da die Zuleitung von unten kommend sich immer weiter von der Wand entfernt,  mussten wir sie durch die OSB-Verkleidung hindurch führen. Eventuell bauen wir an dieser Stelle mit dem Verschnitt der OSB-Platten noch eine Sichtverkleidung.

Insgesamt sind wir mit dem Ergebnis sehr zufrieden!

Wand mit OSB-Platten verkleiden

Manchmal hat man so Ideen…

Da wir gerade einen Kellerraum auf Vordermann bringen (Boden raus, Boden rein…, Erst der Boden, dann die Wände…, Kellersanierung geht weiter…, Kellersanierung: Mauer, Eckschienen und Grundierung) kam irgendwann die Frage auf:

„Was machen wir mit dieser Wandfläche?“

Kellerwand vorher

Kellerwand vorher

Verputzen? Keine Lust. Alleine aufgrund der dort verlaufenden Kabel und Leitungen wäre das keine einfaches Arbeit geworden.

In diesem Zustand wollten wir die Wand aber auch nicht belassen. Wie würde das auch aussehen, wenn der Boden und die restlichen Wandflächen neu gemacht sind und der Anblick dieser Wand alles zunichte macht??

Also kam irgendwie die Idee: Wir bauen eine hinterlüftete Wandverkleidung aus OSB-Platten!

Um den Großteil der Kabel und Leitungen verschwinden zu lassen, mussten wir nahezu 9 cm Abstand zur Wand gewinnen. Genug Abstand für eine ordentliche Hinterlüftung zur Schimmelverhinderung.

Nachtrag: Damit die Hinterlüftung überhaupt stattfinden kann, weist die Verkleidung zu Boden und Decke einen Spalt von ca. 5-7 cm auf. Ohne dies wäre keine Hinterlüftung möglich.

Die entsprechende Unterkonstruktion haben mir mit einer Grundlattung aus 58x58er Kanthölzer sowie einer 30x50er Konterlattung geschaffen. Damit waren die gut 9 cm Abstand zur Wand erreicht.

Natürlich lief das Anbringen der Grundlattung nicht problemlos ab. Das wäre auch viel zu einfach…

Wie bei uns üblich haben die Dübel teilweise keinen Halt gefunden. Man kennt das bereits zu Genüge. Wenn schon der Bohrer nahezu widerstandslos ins Mauerwerk eintaucht, ist er entweder ein verdammt gutes Werkzeug oder die Wand taugt einfach nichts. Da wir keinen verdammt guten Bohrer haben, war also eher die Wand der Knackpunkt. Völlig porös und nachdem die Dübel beim Versuch, die Schraube einzudrehen, rotiert hatten, war natürlich das Bohrloch entsprechend zu groß.

Was also tun?

Erste Rettung verschaffte uns Injektionsmörtel! Davon hatten wir noch eine geringe Menge übrig. Also Bohrlöcher gereinigt, rein mit dem Injektionsmörtel und schnell den Dübel hinterher. Bombenfest!

Dummerweise war der Injektionsmörtel schneller aufgebraucht, als alle Dübel in der Wand waren.

Daher: Ab in den Baumarkt…

Kurz gesucht und gefunden: 100 ml Injektionsmörtel für schlappe 17 Euro. 100 Milliliter?? 17 Euro…!! Na Prost Mahlzeit Die sicherste Lösung, aber bei dem Preis…?

Alternativen?

Bauschaum? Silikon? Damit geht doch eigentlich alles! Behaupten zumindest manche Zeitgenossen.

Also nochmal überlegt, gesucht, gefunden: 1 Kilo Schnellzement für knapp 5 Euro. Das ist doch einen Versuch wert!

Wieder zuhause wurden die Bohrlöcher mit dem Schnellzement verfüllt sowie die Dübel eingesetzt.

Dübel halten nicht: Schnellzement

Dübel halten nicht: Schnellzement

Nach einer gewissen Wartezeit haben wir nochmals versucht das Kantholz zu verschrauben und siehe da: Alle Schrauben griffen! Das Kantholz saß bombenfest! Man braucht nur etwas Zeit, bis der Zement ausgehärtet ist. Wer die nicht hat, sollte die Mehrkosten für den Injektionsmörtel in Betracht ziehen.

Danach ging es an die Konterlattung.

Konterlattung

Konterlattung

Hätten wir nicht unseren Mindestabstand zur Wand erreichen müssen, hätten wir auf diese verzichtet und die OSB-Platten direkt auf die Grundlattung geschraubt.

Dann ging es daran, die OSB-Platten anzubringen.

OSB-Platten montieren

OSB-Platten montieren

Wir haben uns für 12 mm OSB-Platten entschieden. Da kann jeder so verfahren wie er möchte. Uns erscheint diese Stärke ausreichend; zudem ist es natürlich die preislich günstigste Variante.

Spielt man mit der Überlegung, schwere Lasten an der Wand zu befestigen, kann man sicherlich zu massiveren Platten greifen.

Unseren Mindestabstand zur Wand haben wir erreicht bzw. mit etwa 9,3 cm sogar etwas überschritten:

Wandabstand

Wandabstand

Der Rest war einfache, schnelle Arbeit: Messen, schneiden, verschrauben!

Zuschnitt OSB-Platte

Zuschnitt OSB-Platte

Im vorderen Bereich musste etwas mehr zugeschnitten werden, da dort die Wasserzuleitung ist, die natürlich nicht hinter der Verkleidung verschwinden soll/darf. Außerdem ist diese deutlich weiter als die 9 cm von der Wand entfernt.

Wasserzuleitung

Wasserzuleitung

Auch wenn wir mit den Arbeiten nicht ganz fertig geworden sind, ist die Wand deutlich ansehnlicher geworden:

OSB-Verkleidung

OSB-Verkleidung

Demnächst folgt der restliche Teil dieser Wandfläche. Das wird allerdings eine Frickelarbeit mit viel Zuschnitt. Und dann wartet noch ein kleiner Teil darauf ebenfalls verkleidet zu werden. Das möchten wir ebenfalls noch in diesem Jahr erledigen. Viel Zeit bleibt allerdings nicht mehr…

Noch etwas in eigener Sache (dafür gab es weder Geld noch sonstige „Aufmerksamkeiten„):

Beim Verschrauben der OSB-Platten hat sich mal wieder die Spreu vom Weizen getrennt! Die Rede ist von den Schrauben…

Die ersten Platten haben wir mit Spax befestigt. Platte angesetzt, fixiert, Schraube rein, fertig… Die Spax haben sich da richtig „reingefressen„, so dass die Platten kraftvoll auf die Lattung geknallt wurden. Bamm und fest! So wie man sich das vorstellt.

Leider hatten wir nicht mehr genug Spax, so dass wir zwischendurch auf andere Schrauben umsteigen mussten.

Und wenn man mittendrin umsteigen muss, merkt man direkt den Unterschied.

Platte angesetzt, fixiert, Schraube eingedreht, Schraube durchgedreht… Nichts mit „reinfressen“ und kraftvoll die Platte auf die Latte…

Wir haben das Ergebnis optisch festgehalten und damit man es besser sehen kann, können die Bilder durch einen Klick vergrößert dargestellt werden:

Handelsübliche Schraube

Handelsübliche Schraube

Die handelsübliche 08/15-Schraube macht nicht einmal den Versuch, sich in die OSB-Platte reinzufressen. Stattdessen dreht sie einfach durch, wenn der Schraubenkopf den Kontakt mit der OSB-Platte findet. Ärgerlich!

Spax-Schraube

Spax-Schraube

Die Spax hingegen hat die OSB-Platte gar nicht interessiert. Ihr Kopf ist sauber in die Platte eingetaucht und hat diese kraftvoll an die Lattung gepresst. So muss das sein!

Auch wenn wir durchaus auf den Preis schauen, müssen wir einfach mal eine Lanze für Spax brechen: Mit diesen Schrauben macht das Arbeiten Spaß! Top!

Für den (geringen) Mehrpreis erhält man – zumindest bei den größeren Packungen – direkt ein nagelneues, passendes Bit mitgeliefert.

Spax inkl. Bit

Spax inkl. Bit

Und wenn man sich die Verarbeitung der Schrauben ansieht, dürfte selbst der Laie erkennen, dass hier Welten aufeinander treffen.

Sei es die wesentlich sauberer ausgearbeitete Aufnahme für den Bit im Schraubenkopf der Spax (in welchen logischerweise die Spax-Bits perfekt greifen).

Spax - Bitaufnahme

Spax: Bitaufnahme

Oder das Wellenprofil der Spax im vorderen Bereich.

Spax: Wellenprofil

Spax: Wellenprofil

Also von daher liebe Spax-Mitarbeiter (sofern Ihr jemals über diesen Beitrag stolpert): Saugeiles Produkt!!

Wir werden wohl für die restlichen Arbeiten erneut auf Euer Sortiment zurückgreifen. 😉

Ach ja: Wir sind dann nochmal in den Baumarkt gefahren. Spax kaufen…

Austausch Kellerfenster II

Heute lief es zeitlich nicht wie geplant, so dass das Kellerfenster zwar montiert ist, die restlichen Arbeiten im Bereich der Laibungen allerdings noch nicht fertig gestellt sind.

Kellerfenster

Kellerfenster

Die Arbeiten werden hier auch erst einmal ruhen, da wir derzeit anderen Vorhaben mehr Wichtigkeit einräumen. Dazu aber demnächst mehr hier im Blog.

Austausch Kellerfenster

Da wir uns gerade mit Arbeiten im Keller beschäftigen, sind wir über ein Kellerfenster gestolpert, das wir vor ca. einem Jahr gekauft, aber bislang nicht eingebaut haben.

Da wird es langsam Zeit…!

Ersetzt werden soll dieses Schmuckstück:

Altes Kellerfenster

Altes Kellerfenster

Ein altes Kellerfenster aus Holz, einfach verglast und seinen Zenit bereits deutlich überschritten.

Wie man auf dem Bild unschwer erkennen kann, ist auch der Putz links neben dem Fenster in Mitleidenschaft gezogen. Wir vermuten, dass durch die frühere Terrasse, welche dort im Außenbereich ihren Anfang hatte, Wasser in das Mauerwerk eingedrungen ist und hierbei den Putz geschädigt hat.

Es folgte also ein weitere Lektion aus dem Kapital: „Laut, staubig und schmutzig…

Vorbereitung neues Fenster

Vorbereitung neues Fenster

Da das neue Fenster etwas kleiner dimensioniert ist, mussten wir zunächst eine Schalung anbringen und diese mit Beton verfüllen.

Fortsetzung folgt…

Kellersanierung geht weiter…

Im Rahmen der Bodenerneuerung haben wir gleich noch den Putz von der Wand entfernt, da dieser völlig versandet war und kaum noch an der Wand hielt. Allerdings waren immer noch etliche Anhaftungen an der Wand. Da diese stark sandend waren, musste sie natürlich auch noch entfernt werden, da ansonsten der neue Putz keinen ausreichenden Halt gefunden hätte.

Putzreste

Putzreste

Um uns die Arbeit zu erleichtern kam wieder der Winkelschleifer mit der Topfbürste zum Einsatz.

Fazit: Es hat unglaublich gestaubt, aber die Putzreste waren ab! Auf dem Foto kann man das allerdings nur bei vergrößerten Ansicht erkennen (einfach die Bilder anklicken).

Gereinigte Wand

Gereinigte Wand

Weiterhin haben wir bereits einige Reihen einer neuen Mauer hochgezogen. Hier soll später eine Art „Schrank“ entstehen und den ehemaligen Holzverschlag ersetzen, der sich zuvor an dieser Stelle befunden hatte.

Wand

Wand

In den nächsten Tagen möchten wir die neue Mauer fertigstellen, die gereinigte Wandfläche sowie die neue Mauer grundieren und verputzen.

Ob der Zeitplan gehalten werden kann?

Einhell Flachdübelfräse BT-BJ 900

Um bei künftigen Holzprojekten ordentliche Verbindungen schaffen zu können, haben wir uns zur Anschaffung einer Flachdübelfräse entschlossen. Nach ersten Recherchen fiel die Kaufentscheidung relativ leicht, da wir nur auf Geräte gestoßen sind, die uns zu teuer waren oder auf Alternativen aus dem Bereich der günstigeren Anbieter.

Unsere Wahl fiel daher auf die Flachdübelfräse Einhell BT-BJ 900 zu einem Preis von unter 50,- Euro.

Geliefert wird die Flachdübelfräse in einem passenden Koffer. Die Frage nach der Verwahrung, wenn das Gerät nicht genutzt wird, stellt sich daher nicht.

Einhell Flachdübelfräse BT-BJ 900

Einhell Flachdübelfräse BT-BJ 900

Einhell Flachdübelfräse BT-BJ 900

Einhell Flachdübelfräse BT-BJ 900

Die Flachdübelfräse selbst ist ordentlich in dem Koffer zu verstauen.

Einhell Flachdübelfräse BT-BJ 900

Einhell Flachdübelfräse BT-BJ 900

Die Lieferumfang beschränkt sich auf die Flachdübelfräse, einen Staubfangsack, einen Stirnlochschlüssel sowie die (u.a. deutsche) Bedienungsanleitung.

Einhell Flachdübelfräse BT-BJ 900: Lieferumfang

Einhell Flachdübelfräse BT-BJ 900: Lieferumfang

Das Gerät selbst weist ein ordentliches Gewicht auf (laut Prospekt knapp über 3 Kilogramm) und macht an sich einen stabilen Eindruck.

Negativ fallen die Einstellrädchen auf, die allesamt aus Plastik sind und keinen sonderlich wertigen Eindruck erzeugen. Das scheint man auch am Nachfolgemodell Einhell Flachdübelfräse TC-BJ 900 nicht verändert zu haben – zumindest deuten die Produktfotos darauf hin.

Die Flachdübelfräse verfügt über eine stufenlose Höhen- und Winkelverstellung.

An der Winkeleinstellung (bis 90°) hätte man unserer Ansicht nach die rote Markierung etwas näher an die gut lesbare Beschriftung führen können, um eine genauere Einstellung vornehmen zu können. Die Fixierung der Winkeleinstellung erfolgt mit einem Einstellrad aus Plastik.

Einhell Flachdübelfräse BT-BJ 900: Winkeleinstellung

Einhell Flachdübelfräse BT-BJ 900: Winkeleinstellung

Einhell Flachdübelfräse BT-BJ 900: Winkeleinstellung

Einhell Flachdübelfräse BT-BJ 900: Winkeleinstellung

Die Höheneinstellung erfolgt stufenlos in einem Bereich von 5-35 mm. Hier hat man ganz auf eine farbliche Markierung verzichtet und stattdessen eine Markierung direkt am Metall angebracht. Man muss schon sehr genau schauen, um sie zu sehen, daher haben wir sie auf dem nachfolgenden Foto rot umrandet.

Einhell Flachdübelfräse BT-BJ 900: Höheneinstellung

Einhell Flachdübelfräse BT-BJ 900: Höheneinstellung

An einem Einstellrad lässt sich einstellen, für welche Größe von Flachdübeln (0, 10, 20) der Fräsvorgang erfolgen soll. Es kann allerdings auch manuell eine individuelle Frästiefe festgelegt werden. Eine Feineinstellung ist mittels einer Schraube möglich.

Einhell Flachdübelfräse BT-BJ 900: Frästiefe

Einhell Flachdübelfräse BT-BJ 900: Frästiefe

Der Auswurf der Späne erfolgt in den mitgelieferten Staubfangsack, welcher aufgesteckt werden kann.

Einhell Flachdübelfräse BT-BJ 900: Späneauswurf

Einhell Flachdübelfräse BT-BJ 900: Späneauswurf

Ein direkter Anschluss einer Absaugeinrichtung an die Flachdübelfräse ist aufgrund der Form des Anschlusses nicht möglich. Das Anschlussrohr des Staubfangsackes bietet sich jedoch an, als Adapter verwendet zu werden.

Einhell Flachdübelfräse BT-BJ 900: Staubfangsack

Einhell Flachdübelfräse BT-BJ 900: Staubfangsack

Ein Fräserwechsel kann durch eine Demontage der Bodenplatte erfolgen.

Einhell Flachdübelfräse BT-BJ 900: Bodenplatte

Einhell Flachdübelfräse BT-BJ 900: Bodenplatte

Nach dem Aufsetzen der Flachdübelfräse erfolgt der eigentliche Fräsvorgang durch das nach vorne Drücken des Fräsers auf das Werkstück.

Einhell Flachdübelfräse BT-BJ 900: Fräser

Einhell Flachdübelfräse BT-BJ 900: Fräser

Im Frontbereich verfügt die Einhell Flachdübelfräse BT-BJ 900 über eine Markierung, die ein zentriertes Ansetzen zum Fräsvorgang ermöglichen soll. Weitere Markierung befinden sich im Bereich der Bodenplatte.

Einhell Flachdübelfräse BT-BJ 900: Markierung

Einhell Flachdübelfräse BT-BJ 900: Markierung

Es folgte der erste Praxistest:

Auf den Werkstücken (18 mm Multiplexplatten) wurde jeweils die Stelle angerissen, an welcher der Flachdübel eingesetzt werden soll.

Es war – das sei erwähnt – der erste Versuch eine entsprechende Fräsung vorzunehmen und daher wäre es natürlich erstaunlich, wenn alles auf Anhieb so laufen würde, wie man sich das erhofft. Das war natürlich nicht der Fall und soll nicht unerwähnt bleiben.

Das Ergebnis:

Flachdübelfräse: Abgerutscht

Flachdübelfräse: Abgerutscht

Vermutlich haben wir die Fräse zu schnell ins Holz geführt, schlichtweg nicht fest genug gehalten oder hätten sie bereits vor dem Ansetzen einschalten sollen. Sei’s drum… Es war eine Erfahrung wert und so liefen die nächsten Versuche auch gleich besser.

So haben wir im zweiten Anlauf versucht, an der Stirnseite der Multiplexplatte eine Fräsung vorzunehmen. Die Flachdübelfräse haben wir dieses Mal bereits vorab anlaufen lassen, danach am Werkstück aufgesetzt, ausgerichtet und mit gleichmäßiger Geschwindigkeit ins Holz fräsen lassen.

Flachdübelfräse: Eingesetzter Flachdübel

Flachdübelfräse: Eingesetzter Flachdübel an der Stirnseite

Das Vorgehen war erfolgreich: Mit der 20er-Einstellung an der Maschine wurde eine saubere Öffnung für den entsprechenden Flachdübel gefräst, welcher dort mittig eingesetzt werden konnte.

Zur Ehrenrettung: Auch der Fräsvorgang auf der Plattenoberseite gelang im weiteren Versuch ohne Probleme.

Flachdübelfräse: Eingesetzter Flachdübel

Flachdübelfräse: Eingesetzter Flachdübel

Die Einhell Flachdübelfräse BT BJ 900 macht also genau das, was sie soll!

(Dieser Beitrag wurde nicht seitens Dritter gesponsert!)

Drückergarnitur an Tür findet keinen Halt? Nicht mit uns!

An einer unserer Türen haben wir nach der Aufbereitung eine neue Drückergarnitur angebracht. Die Bohrungen des neuen Schildes waren identisch mit denen des alten Schildes, so dass die mitgelieferten Schrauben zunächst keinen Halt fanden.

Der Einsatz von längeren Schrauben hat dann für eine Weile Abhilfe geschaffen. Leider nur für eine Weile, denn dann war die komplette Verschraubung ausgeleiert und ein vernünftiges Schließen der Tür nicht mehr möglich.

Was also tun?

Dem Versuch, das ganze mittels Heißklebepistole zu fixieren, war nur ein kurzzeitiger Erfolg vergönnt.

Also musste eine andere Lösung her!

Wir haben zunächst die Drückergarnitur entfernt und die vorhandenen Löcher durch die komplette Tür gebohrt.

Drückergarnitur: Bohrungen

Drückergarnitur: Bohrungen

Die Bohrungen an den Drückergarnituren haben wir ebenfalls ein wenig nachbohren müssen.

Und dann konnte unsere Lösung umgesetzt werden:

Drückergarnitur: Gewindestange

Drückergarnitur: Gewindestange

Wir haben eine durchgehende Gewindestange (M5) eingesetzt und diese beidseitig mit Hutmuttern versehen!

Drückergarnitur: Hutmutter

Drückergarnitur: Hutmutter

Nun hält die Drückergarnitur bombenfest und wir haben keine Bedenken, dass sich daran noch einmal etwas verändert…

Kostenfaktor etwa 2,- Euro / Zeitfaktor: 10 Minuten

DIY: Oberfräsentisch – Teil II

In der Mitte der Multiplexplatte haben wir eine 55 mm durchmessende Öffnung gesägt.

Zudem wurden die Löcher zur Befestigung der Oberfräse gebohrt (hierfür haben wir uns an den Öffnungen der Gleitplatte der Oberfräse orientiert) und mittels Senkbohrer bearbeitet, so dass die eingelassenen Schrauben später kein Hindernis beim Schieben des Werkstücks bilden.

Oberfräsentisch: Bohrungen

Oberfräsentisch: Bohrungen

Die Oberfräse wird an der Unterseite der Platte angebracht und mittels den Schrauben (M6) und Flügelmuttern fixiert (auf dem Bild sind noch normale Muttern zu sehen).

Oberfräsentisch: Befestigung

Oberfräsentisch: Befestigung

Den fehlenden Feststellschalter für Dauerbetrieb ersetzt ein wiederlösbarer Kabelbinder.

Oberfräsentisch: Dauerbetrieb

Oberfräsentisch: Dauerbetrieb

Achtung: Die Oberfräse läuft in diesem Fall natürlich sofort bei Einschalten der Stromzufuhr an! Man sollte sich vorab versichern, dass nichts durch den anlaufenden Fräskopf gefährdet werden kann!

Dann kam es zum ersten Probelauf mit einem Stück Dachlatte!

Oberfräsentisch: Test

Oberfräsentisch: Test

Die Latte wurde am Anschlag entlang geführt.

Oberfräsentisch: Ergebnis Test

Oberfräsentisch: Ergebnis Test

Das Ergebnis war eine sauber gefräste Latte!

Oberfräsentisch: Ergebnis Test

Oberfräsentisch: Ergebnis Test

Nun muss sich der „Oberfräsentisch“ in der Praxis behaupten. Sicherlich werden wir noch die ein oder andere Modifikation (u.a. Absaugung) daran vornehmen, aber seine grundlegende Aufgabe erfüllt er bereits jetzt.

Die Gesamtkosten für das notwendige Arbeitsmaterial lagen bei etwa 40 Euro.

DIY: Oberfräsentisch – Teil I

Der Begriff „Oberfräsentisch“ ist eigentlich übertrieben!

Denn eigentlich soll es nur eine Hilfe werden, die uns die die Arbeiten mit der Oberfräse erleichtern soll. Das Arbeiten mit dem mitgelieferten Parallelanschlag lag uns einfach nicht.

Angesichts diverser Holzarbeiten, die wir demnächst durchführen möchten, stand also die Frage im Raum, wie wir uns die Arbeiten mit der Oberfräse erleichtern können.

Ein wenig Recherche im Internet hat hier sehr schnell zu der Idee geführt, eine Art „Oberfräsentisch“ zu bauen.

Wir haben für uns dabei die Prämisse getroffen: Kein Kunstwerk, sondern einfach, schlicht und funktionell. Der Tisch soll die Oberfräse halten und es ermöglichen, das Werkstück an einem verstellbaren Anschlag entlang über die Fräse zu führen.

Im Internet finden sich zu dem Thema „Oberfräsentisch“ zig Varianten und Möglichkeiten. Anregungen für einen Eigenbau zu finden war folglich nicht weiter schwierig.

Also wurde Material eingekauft:

  • Multiplexplatten 50 x 50 cm
  • Multiplexplatten 50 x 10 cm
  • T-Nut-Schiene 100 cm (als Führungsschiene für den Anschlag)
  • Nutfräser 17 mm
  • M8 Schrauben samt Unterlegscheiben und Flügelmuttern
  • diverse Kleinteile

Die Kosten beliefen sich auf etwa 26 Euro für die Multiplexplatten, 11,50 Euro für einen billigen Fräser und die T-Nut-Schiene sowie ein paar Euro für die Kleinteile.

Oberfräsentisch: Material

Oberfräsentisch: Material

Die T-Nut-Schiene soll in die Arbeitsplatte eingelassen werden und als Führung für den Anschlag dienen. Sie bietet den Vorteil, dass dort eine M8-Schaube oder -Mutter passgenau eingeführt werden kann.

Oberfräsentisch: T-Nut-Schiene

Oberfräsentisch: T-Nut-Schiene

Die Nut, um die Führungsschiene einzlassen, wurde mit der Oberfräse erstellt.

Oberfräsentisch: Nut

Oberfräsentisch: Nut

Die Schiene fügt sich dort, nachdem die Kanten leicht abgeschliffen sind, nahtlos ein.

Oberfräsentisch: Führungsschiene für Anschlag

Oberfräsentisch: Führungsschiene für Anschlag

Damit die Schiene später nicht verrutschen kann, haben wir sie verschraubt. Um zu verhindern, dass sich die Schrauben wiederum mit den M8-Schrauben des Anschlags ins Gehege kommen, wurden die Befestigungsschrauben der Führungsschiene versenkt. Hierzu haben wir einen Metallbohrer eingesetzt, da uns kein entsprechender Senkbohrer zur Verfügung stand, welcher in die Schiene gepasst hätte.

Oberfräsentisch: Führungsschiene für Anschlag

Oberfräsentisch: Führungsschiene für Anschlag

Aus den drei kleineren Multiplexplatten haben wir den eigentlichen Anschlag konstruiert, an welchem später die Werkstücke entlang geführt werden.

Oberfräsentisch: Anschlag

Oberfräsentisch: Anschlag

Der Anschlag wird mittels den Schrauben mit der Führungsschiene verbunden, kann auf dieser bewegt und an der gewünschten Stelle durch die Schrauben fixiert werden.

Oberfräsentisch: Einzelteile

Oberfräsentisch: Einzelteile

Die restlichen Arbeitsschritte folgen demnächst im zweiten Teil!