Erst der Boden, dann die Wände…

Nachdem wir vor geraumer Zeit den Boden ausgetauscht hatten, ging es nun mit den Arbeiten an einem Teilstück der Wand weiter.

Keller: Wand verputzen

Keller: Wand verputzen

Da es ein Kellerraum ist, der nur als Abstellmöglichkeit genutzt wird, haben wir nur wenig Aufwand betrieben und die Fläche lediglich verputzt und geglättet. Als Abschluss folgt noch ein Anstrich mit Kalkfarbe.

Die ersten etwa 6 m² Wand sind damit wieder in einen ordentlichen Zustand versetzt.

Es warten noch ca. 10 m² weitere Wandfläche, an denen zuerst die (sandigen) Reste des alten Putzes entfernt werden müssen, ehe auch dort neu verputzt werden kann. Die Arbeit geht also nicht aus…

Kellerflur aufgewertet

Nach dem Austausch des Kellerbodens sind wir die nächsten Arbeiten etwas ruhiger angegangen und haben ein Teilstück des Kellerflures auf Vordermann gebracht.

Kellerflur

Kellerflur

Auf dem obigen Bild sind die Wände bereits mit frischen Putz überzogen. Vorher war dort Beton und stellenweise Tapete zu finden.

Was haben wir alles gemacht:

  • Wände verputzt und gestrichen
  • Boden überfliest
  • Türen gekürzt, abgeschliffen und teilweise bereits neu gestrichen

Und nun sieht das Stück Flur wie folgt aus:

Kellerflur

Kellerflur

Zum Abschluss müssen noch die restlichen Lackierarbeiten an den Türen beendet und ggf. die Decke überstrichen werden.

Boden raus, Boden rein…

Im Sommer 2013 hatten wir eine äußerst unangenehme Erfahrung machen müssen: Wasser im Keller!

Wasser im Hobbyraum

Wasser im Keller

Damals hatte sich nach wochenlangen Regenfällen irgendwann das Wasser seinen Weg gesucht und ihn letztendlich gefunden. Durch eine bereits gerissene Betonplatte drang es in den Kellerraum ein. Durch Einsatz von Pumpen konnten wir das Problem damals halbwegs unter Kontrolle halten, so dass keine weiteren Schäden entstanden sind.

Nur eines war klar: Hier wollen wir etwas ändern!

Da der alte Betonboden bereits gerissen war, war klar, dass wir diesen austauschen.

Aufgrund der aktuellen Pegelstände und des niedrigen Grundwasserspiegels haben wir beschlossen, jetzt aktiv zu werden!

Blieb die Frage: Handelt es sich um eine richtige Bodenplatte (damit wären unsere Möglichkeiten an Maßnahmen definitiv erschöpft gewesen!) oder wurde durch den Vorbesitzer einfach nur nachträglich Beton in den Raum eingebracht?

Wir haben uns also bei den Voreigentümern erkundigt, bekamen aber keine hundertprozentige Aussage – dafür aber zumindest Hinweise. Nachbarhäuser des gleichen Baujahres waren allesamt ohne Bodenplatte gebaut worden. Und beim Freilegen der Kellerwände im Außenbereich konnten wir Hinweise auf ein Streifenfundament finden.

Also haben wir zunächst einige kleine Teilstücke des Bodens entfernt, um so herauszufinden, ob es sich um eine Bodenplatte handelt, auf welcher das Haus steht oder ob der Boden nachträglich eingebracht wurde.

Hobbyraum: Boden überprüfen

Keller: Boden überprüfen

Die Hinweise verdichteten sich: Die Bodenplatte hatte einen sauberen Abschluss zur Wand hin und lief nicht unter die Wand weiter. Eine Armierung war nicht vorhanden.

Letztendlich konnten wir festhalten, dass der Boden im Hobbyraum/Keller nachträglich betoniert worden war. Zumindest im Bereich des Altbaus.

Mit schwerem Gerät ging es dann ans Werk.

Nach kurzer Arbeit war klar: Die Risse waren Teil einer nachträglich eingebrachten Ausgleichsschicht. Der darunter liegende Betonboden war hingegen sehr uneben und hatte ein Gefälle zur Mitte des Raumes.

Dann die Überraschung: Ein rasches Abgleiten des Abbruchhammers!

Hobbyraum: Loch im Boden!

Keller: Loch im Boden!

Ein Loch!

Wir dachten zuerst, dass dort möglicherweise der Boden unterspült worden war. Es stellte sich jedoch heraus, dass es sich um eine alte Sickergrube handelte. Diese hatte man mit (inzwischen völlig vergammelten und kaum noch vorhandenen) Bretter abgedeckt und mit Beton übergossen.

Nach etwa drei Stunden Schwerstarbeit war der Boden Geschichte. In diesem Zug haben wir auch direkt die Wände vom Putz befreit. An den meisten Stellen war der bereits in einem so schlechten Zustand, dass man ihn mehr oder weniger einfach abwischen konnte.

Hobbyraum: Boden aufgestemmt

Keller: Boden aufgestemmt

Den Bauschutt haben wir direkt in einen Container entsorgt. Danach haben wir den Kellerboden eingeebnet.

Um zukünftig besser gegen eindringendes Wasser „gewappnet“ zu sein, haben wir folgende Überlegungen angestellt:

Wir legen einen Pumpensumpf an.

Steigt das Grundwasser werden wir es dort als erstes feststellen und können dann aktiv mit einer Tauchpumpe eingreifen und ggf. dadurch ein Eindringen von Wasser in den Keller bzw. auf ein Niveau über des Kellerbodens verhindern.

Daher haben wir im Bereich unserer Abwasserleitung ein entsprechendes Loch ausgehoben, den Boden betoniert und – an Tag 2 – einen Schachtring eingesetzt.

Keller: Pumpensumpf

Keller: Pumpensumpf

Zwischen Boden und Schachtring befindet sich keine Dichtung, so dass dort das Wasser einsickern und rechtzeitig abgepumpt werden kann.

Danach wurde der Raum mit PE-Folie und Baumatten zum Betonieren vorbereitet.

Keller: Vorbereitung Beton

Keller: Vorbereitung Beton

Damit war Tag 1 zu Ende!

Zu Tag 2 gibt es wenig zu sagen, außer Zahlen:

  • 2.850 Kilo Kiessand 0/16
  • 440 Kilo Zement

Diese vermengt zu rund 1,5 Kubikmeter Beton, die wiederum in etwa drei Stunden Arbeit in den Keller eingebracht, verdichtet und geglättet wurden.

Keller: Neuer Betonboden

Keller: Neuer Betonboden

Nun darf das ganze erst einmal abbinden, dann folgt der Putz an den Wänden…

(Wir raten dringend davon ab, so ein Vorhaben einfach nachzumachen!!)

Von der Werkstatt zum Freizeitraum… XXX

Nachdem sich die Arbeiten im Innenbereich dem Ende nähern, gilt es noch die Mauern von außen in einen ansehnlichen Zustand zu versetzen. Hierzu haben wir zunächst wieder die Eckschienen gesetzt und im Anschluss die komplett Fläche mit Kalkzementputz überzogen.

Verputzen Außenwand

Verputzen Außenwand

Sobald dieser angezogen ist, werden ihn noch glätten.

Nach dem Trocknen wird auch hier eine Lage Scheibenputz als Oberputz aufgezogen.

Von der Werkstatt zum Freizeitraum… XXIX

Nach langer Zeit ging es auch im Freizeitraum weiter…

Hier waren noch die restlichen Fliesenarbeiten an der Treppe zu erledigen. Aber wer kennt das nicht: Irgendwann sagt man sich, dass man die Arbeiten zu einem späteren Zeitpunkt erledigt und dann vergehen die Tage… Man hat keine Lust… Findet nicht den Einstieg…

Nach rund vier Monaten haben wir dieses „Tief“ überwunden!

Die restlichen Fliesen wurden zugeschnitten und verlegt.

Fliesen Treppe

Fliesen Treppe

Im oberen Bereich haben wir eine Dehnfuge aus Silikon eingefügt, da dort zwei Bauteile (Treppenaufgang und Estrich) aufeinander treffen und wir damit verhindern möchten, dass aufgrund möglicher unterschiedlicher Ausdehnungen die Fugen reißen bzw. die Fliesen sich lösen.

Dehnfuge aus Silikon

Dehnfuge aus Silikon

Nun fehlen noch ein paar kleinere Arbeiten und dann ist der Raum endlich fertig!

Auskragende Geschossdecke dämmen II

Wir haben unsere freie Zeit genutzt und die Arbeiten am Balkon fortgesetzt. Bei dem Wetter macht das allerdings nicht ganz so viel Spaß. Aber egal, was muss, das muss…!

Etappenweise haben wir die zweite Lage Mineralwolle zwischen die Rahmen der Unterkonstruktion geklemmt und diese anschließend direkt mit Profilbrettern verkleidet.

Dämmung und Profilbretter

Dämmung und Profilbretter

Zur Befestigung der Profilbretter haben wir auf entsprechende Profilkrallen zurückgegriffen. Durch die Verwendung der Krallen lassen sich die Profilbretter „unsichtbar“ befestigen.

Die Krallen selbst lassen sich entweder durch nageln oder schrauben befestigen.

Wir haben uns für die Variante mit den Schrauben entschieden, da sie die Möglichkeit bietet, bei Bedarf die Profilbretter ohne Beschädigung wieder abnehmen zu können. Kostenmäßig spielt es keinen nennenswerten Unterschied, ob man die Krallen mit Nägeln oder mit Schrauben befestigt.

Am Ende der Arbeiten ergab sich eine geschlossene Holzverkleidung.

Dämmung und Profilbretter

Dämmung und Profilbretter

An den Rändern werden wir als sauberen Abschluss noch Leisten anbringen.

Da uns die fertig erhältlichen Leisten schlichtweg zu teuer sind, ist hier wieder Eigenbau angesagt. Vermutlich werden hierfür ein paar noch vorhandene Latten herhalten müssen…

Zur Stirnseite gab es einen passend zugeschnittenen Abschluss.

Abschluss Verkleidung

Abschluss Verkleidung

Um den Winkel der Dachneigung auf das Profilbrett zu übertragen, kam unsere Schmiege zum Einsatz. Mit dieser wurde die Neigung des Daches festgestellt und anschließend auf die Kapp- und Gehrungssäge übertragen. Der passende Zuschnitt des Profilbrettes war somit kein Hexenwerk mehr.

Die Verkleidung wird noch einen Anstrich erhalten, mit dem wir bereits begonnen haben.

Anstrich Profilholz

Anstrich Profilholz

Zum Einsatz kam eine Witterungsschutzfarbe auf Wasserbasis. Mit Pinsel und Rolle war das Auftragen recht schnell erledigt; auch wenn wir es nicht mehr geschafft haben, die komplette Fläche zu streichen.

Wie geht es weiter?

Zunächst werden wir den Voranstrich beenden. Danach werden die Leisten geschnitten, angebracht und ebenfalls gestrichen. An der Stirnseite klafft eine kleine Lücke, die noch geschlossen werden muss. Zum Ende gibt es den zweiten Durchgang Wetterschutzfarbe.

Auskragende Geschossdecke dämmen

An unserem Balkon gibt es einen etwa 70 cm breiten Überstand der obersten Geschossdecke / Betondecke. Vermutlich wurde diese Auskragung konstruiert, um den Balkonbereich gegen Regen zu schützen.

Auskragende obere Geschossdecke

Auskragende obere Geschossdecke

Die auskragende Betondecke ist natürlich eine ideale Wärmebrücke: Sie kühlt im Winter stark ab und zieht die Kälte direkt in das angrenzende Zimmer.

Weiterhin ist zwischen der Betondecke und dem Dachüberstand ein offener Spalt.

Spalt zwischen Geschossdecke und Dachüberstand

Spalt zwischen Geschossdecke und Dachüberstand

Hier kann ebenfalls die Kälte ungehindert bis zur Dämmung eindringen. Außerdem ist das sicherlich ein idealer Anreiz für Insekten, dort Unterschlupf zu suchen: Ganzjährig trocken und gut gelüftet. Was will Insekt mehr? Man erinnere sich an unsere ungebetenen Besucher im Sommer…

Sicherlich: Man könnte da bestimmt mit Bauschaum aktiv werden… 😉

Um diese zwei Probleme, die Wärmebrücke und das mögliche Einnisten von Insekten, zu verhindern, haben wir also beschlossen, den auskragenden Teil der Geschossdecke zu dämmen und zu verkleiden (ohne Bauschaum!).

Zunächst haben wir eine Holzunterkonstruktion angebracht.

Dämmung: Holzkonstruktion

Dämmung: Holzkonstruktion

Hier wurde dann eine erste Lage Mineralwolle eingebracht.

Dämmung: Mineralwolle

Dämmung: Mineralwolle

Den vorhandenen Spalt zwischen Geschossdecke und Dachüberstand haben wir ebenfalls mit Mineralwolle ausgefüllt.

Als nächstes folgt eine zweite Lage Dämmung und zum Abschluss eine Profilholzverkleidung.

Fortsetzung folgt…

 

Fassadenanstrich im Eingangsbereich

Nachdem der Scheibenputz durchgetrocknet war, konnten wir zwischenzeitlich auch den Anstrich vornehmen.

Möglicherweise werden wir uns noch dieses Jahr um den Sockelbereich kümmern. Dieser muss ebenfalls aufbereitet und neu gestrichen werden.